Tagesspiegel: "Es geht um Profilierung" 17. Mai 2020

Zu den rationalen Schlussfolgerungen der Corona-Krise gehört, dass wir uns auf die systemischen Risiken der Globalisierung besser vorbereiten müssen. Kein Nationalstaat kann das alleine. Für uns heißt das: Die EU als nächstgelegene Gemeinschaft muss es machen. Aber der notwenige pro-europäische Zeitgeist, fällt nicht vom Himmel, sondern wird vor allem dadurch geprägt, dass Menschen für Europa kämpfen. Deshalb sind mein Wunsch und meine Hoffnung, dass die Corona-Krise auch die Politik verändert. Sie muss den neu gewonnen Mut und das Vertrauen in die Bürger beibehalten und nicht aus Angst vor Populisten zurück in Kleinmut fallen, sonst werden wir keine der Aufgaben der Zukunft meistern.